Die Workshops finden während der Fachtagung jeweils am Dienstag, 16.04. von 14:00 – 17:00 Uhr und am Mittwoch, 17.04. von 9:00 – 12:30 Uhr statt.

Pro Teilnehmer*in kann ein Workshop gewählt werden. Die Zuteilung der Teilnehmer*innen zu den Workshops findet im Zuge des Anmeldeprozesses statt. Ein späterer Wechsel ist aus organisatorischen Gründen leider nicht möglich. Die Workshops sind so konzipiert, dass eine Teilnahme an beiden Tagen ausdrücklich gewünscht ist.

Die Workshops 1-3 sind für „Einsteiger*innen“ konzipiert, bei den Workshops 4-6 sind bestimmte Vorkenntnisse der Teilnehmer*innen erforderlich. Entsprechende Hinweise findet ihr in den Workshopbeschreibungen.

Hier findet ihr eine Übersicht aller geplanten Workshops. Zu manchen Workshops werden in nächster Zeit noch Informationen ergänzt.

Die Workshops 1-3 richten sich an alle teilnehmenden Fachkräfte ohne spezifische Zugangsvoraussetzungen:

WORKSHOP 1 | max. 18 Teilnehmer*innen

Thema: „Weil ich (k)ein Mädchen bin!?...Mädchen*arbeit transsensibel gestalten“

Beschreibung: Wie würde sich Mädchenarbeit verändern, wenn wir trans Kinder und Jugendliche von Anfang an mitdenken? Wie würden wir über Körper, Pubertät und gesellschaftliche Erwartungen an Mädchen* sprechen, wenn wir Geschlechtsidentität als etwas selbstgewähltes und offenes betrachten? 
In unserem Workshop wollen wir gemeinsam diese Fragen reflektieren und sie mit eurer gelebten Praxis in der Mädchenarbeit abstimmen. Wir haben ein paar Methoden im Gepäck, freuen uns aber vor allem auf einen spannenden Austausch mit euch.

Referierende: Senami Zodehougan (kein Pronomen/they_them) und Aisha Körner (sie/ihr)
WORKSHOP 2 | max. 18 Teilnehmer*innen

Thema: Alltägliche Schönheiten und Herausforderungen in einem trans*inklusiven Mädchen*Klub in Berlin Hellersdorf

Beschreibung: 
Im Rahmen des Workshops wollen wir Einblick in die Praxis unserer Einrichtung bieten, die seit 2016 den Prozess gestaltet, trans*inkusiv und intersektional zu arbeiten. Unsere Einrichtung befindet sich in einem Berliner Randbezirk der stark von Armut und organisierten rechten Strukturen geprägt ist. Viele unserer Besucher*innen sind strukturell von Klassismus und Rassismus und Trans* und Queerfeindlichkeit betroffen.

Anhand unterschiedlicher Methoden werden wir über unsere alltäglichen Erfahrungen und (auch aufgrund prekärer Arbeitsbedingungen entstehenden) Herausforderungen sprechen. Wir werden vor allem praktische Beispiele mit euch diskutieren und spielerisch erproben:
Wie begrüßen wir Besucher*innen an der Tür? Wie funktioniert es, dass alle jungen Menschen, die klingeln, in den Klub rein kommen? Was bedeutet für uns Gemeinschaft? Wie heißt unser Klub bzw. wie gestalten wir den Prozess einer Umbenennung? Wie gehen und gingen wir mit unterschiedlichen Haltungen im Team um? Wie begleiten wir alle Besucher*innen pädagogisch dazu im Alltag und mit unseren Angeboten zu politischer und queerer sexueller Bildung? Welche konzeptionellen Veränderungen bedarf es auch gegenüber Träger/Bezirk?
Wir sind gespannt auf eure Erfahrungen und den regen Austausch miteinander.

Referierende: Caroline Wolff (sie/ihr) und Alina Bongk (sie/ihr) 
WORKSHOP 3 | max. 18 Teilnehmer*innen

Thema: Besonderheiten und Herausforderungen von (trans*inklusiven) Öffnungsprozessen im ländlichen Raum

Beschreibung: 
Im Rahmen des Workshops, wollen wir einzelnen Fachkräften aber auch Organisationen im ländlichen Raum oder in strukturarmen Gebieten einen Einblick in trans*inklusives Arbeiten geben und dabei auf besondere Herausforderungen und Belastungen eingehen. Es ist unser Ziel Teilnehmende in ihrer Arbeit zu bestärken und praxisorientiert  Methoden weiter zu geben, die in verschiedenen Einrichtungen angewandt werden können.

Dabei wollen wir im Austausch über spezifische Fallbeispiele sein und gemeinsam nach Lösungsansätzen suchen, sowie grundlegende Deeskalationsmethoden im Umgang mit konservativem und rechtem Gedankengut vermitteln.

Für den Workshop sind keine grundlegenden Kenntnisse nötig. Wir werden uns zu Beginn gemeinsam mit einer Rekonstruktion und Reflexion von Geschlechtlichkeit in unserer Gesellschaft befassen um eine Grundlage für die weitere Auseinandersetzung zu schaffen.

Referierende: Lio Riske, Christin Richter und Sandy Arnold

Die Workshops 4-6 richten sich an Fachkräfte mit vertieften Kenntnissen in spezifischen Bereichen. Bitte achte darauf, dass du die entsprechenden Zugangsvoraussetzungen mitbringst, bevor du dich anmeldest.

WORKSHOP 4 | max. 12 Teilnehmer*innen

Thema: Aktive rassismuskritische und trans*inklusive Veränderungprozesse

Beschreibung: Gesellschaftliche Macht(ungleich)verhältnisse formen jeden gesellschaftlichen Bereich einschließlich der Mädchen*Arbeit. Das beinhaltet Gesetze, Funktionen von Institutionen, Arbeitsgruppen und deren Arbeitsweisen und die Gestaltung von Zugängen zu Mädchen*Spaces. Diese Strukturen führen zur Ausgrenzung von Menschen mit Rassismuserfahrungen und trans* Personen.

In einem ersten Schritt reflektieren wir, wo sich das konkret in unserer Arbeit zeigt. Anschließend werden wir uns gemeinsam anschauen welche Prozesse in unseren Gruppen und Einrichtungen nötig sind, um Rassismuskritk und Trans*inklusivität (weiter) aktiv zusammenzudenken.
Wie können aktiv "Öffnungsprozesse", oder viel mehr Veränderungsprozesse rassismuskritisch und trans*inklusiv gestaltet werden? Was brauchen die Fachkräfte und Institutionen, um dahingehend weiterzukommen und was für nächste Schritte leiten sich daraus ab?

Referierende: akiko rive & Cuso Ehrich

Vorkenntnisse: Die Teilnehmer*innen sollten sich bereits kritisch mit Rassismus und Trans*feindlichkeit auseinandergesetzt haben, da zu diesen Themen im Workshop keine Grundlagen vermittelt werden. Ziel ist es, die Intersektion beider Machtverhältnisse im Kontext von Strukturen der Mädchen*arbeit in den Blick nehmen zu können.
WORKSHOP 5 | max. 12 Teilnehmer*innen

Thema: Feminismus Exklusiv 

Beschreibung:
Wie gelingt eine inklusive Mädchenarbeit, ohne Ausschlüsse wie Transfeindlichkeit oder Rassismus zu reproduzieren? Welche Möglichkeiten gibt es im Umgang mit diesen Themen im eigenen kollegialen Umfeld, in Zeiten, in denen tendenziöse Spaltungen auch mittels feministischer Argumente begründet werden? Der Workshop sensibilisiert für aktuelle Diskurse und sucht partizipativ nach Handlungsoptionen für die bedürfnisorientierte Gestaltung des eigenen Arbieitsumfeldes das Selbstbestimmung und Empowerment für Mädchen, junge Frauen, trans* und nichtbinäre Personen verschiedener Hintergründe fördert. Dabei geht es um ein Verständnis von intersektionalen Verwobenheiten, um Erfahrungsaustausch und um praktische Ansätze, die in die eigene Arbeit übersetzt werden können.

Referierende: Mine Pleasure Bouvar [sie*/they] und Nesrîn Kaya [kein Pronomen] 

Vorkenntnisse: Die Teilnehmer*innen sollten sich bereits kritisch mit Rassismus und Trans*feindlichkeit auseinandergesetzt haben, da zu diesen Themen im Workshop keine Grundlagen vermittelt werden. Ziel ist es, die Intersektion beider Machtverhältnisse im Kontext von Strukturen der Mädchen*arbeit in den Blick nehmen zu können.
WORKSHOP 6  | max. 12 Teilnehmer*innen

Thema: Trans*inklusive Einrichtungen auf Mitarbeiter*innen-Ebene: wie geht das?

Beschreibung: Bei trans*inklusiven Öffnungsprozessen wird oft die Mitarbeiter*innen Ebene vernachlässigt, dabei stellt sie eine wichtige Basis für eine trans*sensible Arbeit dar. Der Workshop ist praxisnah gestaltet und bietet Reflektionsraum in Bezug auf die eigene Haltung, Praxis und Fühlen im Umgang mit Transfeindlichkeit. Vordergründig wird die Frage bearbeitet: welche Rahmenbedingungen braucht es für eine trans*sensible Einrichtung auf Mitarbeiter*innen-Ebene? Wie werden beispielsweise Kolleg*innen in der Einrichtung angesprochen? Wie wird mit Verletzungen im Team umgegangen? Wer spricht Verletzungen an? Gibt es Schutzkonzepte für Mitarbeitende? Welche Erwartungen werden an trans* Kolleg*innen gestellt? Dabei ist das Thema immer intersektional gedacht und geht vor allem mit einer rassismuskritischen Haltung einher. Der Workshop wir begleitet von Atem- und Achtsamkeitspraktiken (freiwillig) sowie Schreib- und Malübungen. Bringt gerne bunte Stifte mit. Stellt euren Lieblingssnacks an eurem Tisch, ein warmes Getränk, vielleicht noch eine Kerze und es kann losgehen!

Referierende: Shivā Amiri

Vorkenntnisse: Die Teilnehmer*innen sollten sich bereits kritisch mit Trans*feindlichkeit auseinandergesetzt haben, da zu diesen Themen im Workshop keine Grundlagen vermittelt werden.