Als Jugendprojekt TRANS* – JA UND?! wollen wir Akteur_innen und Einrichtungen der Mädchen_arbeit1 ermutigen und unterstützen, ihre Angebote für trans*, inter* und queere Jugendliche zu öffnen und dafür Gelegenheiten für Vernetzung und fachlichen Austausch schaffen!

Wer ist willkommen, wenn in der Jugendarbeit Angebote für Mädchen_ gemacht werden und warum? Für welche Mädchen_ bieten Mädchen_einrichtungen einen Schutzraum und welche Perspektiven werden im Alltag der Mädchen_arbeit mitgedacht? Welchen Platz haben trans*, inter* und queere Jugendliche in der Mädchen_arbeit und was ist nötig, damit Mädchen_einrichtungen für sie einen sicheren Ort bieten können?

Möchten sich Mädchen_einrichtungen für trans*, inter* und queere Jugendliche öffnen, begeben sie sich oft in ein Spannungsfeld. Wenn bisherige Selbstverständlichkeiten infrage gestellt werden, beginnen Veränderungs- und Aushandlungsprozesse, in die alle Besucher_innen, Mitarbeiter_innen und andere Akteur_innen wie Eltern oder Nachbar_innen eingebunden werden müssen. Dies kann Herausforderungen mit sich bringen und erfordert Ressourcen, die im Arbeitsalltag oft knapp sind und die viele Einrichtungen und Mitarbeiter_innen nicht selbstständig aufbringen können. Es braucht Fachwissen, Raum für Reflexion und Handlungskompetenz, um einen Öffnungsprozess zu starten und zu begleiten und hier möchten wir mit unserem Vernetzungsangebot für alle am Thema Trans*inklusive Mädchen_arbeit Interessierten ansetzen.

Mit dem Online-Vernetzungstreffen Trans*inklusive Mädchen_arbeit vom 22.-24.03.2021 haben wir den Anfang gemacht! Als Jugendprojekt TRANS* – JA UND?! haben wir haupt- und ehrenamtliche Akteur_innen der Mädchen_arbeit zusammengebracht, um sich auszutauschen und zu vernetzen, Ressourcen und Expertisen zu bündeln und Ideen und Visionen für ein unterstützende kollegiale Zusammenarbeit zu entwickeln.

Weitere Veranstaltungen sind in Planung!

1 Mit dem Unterstrich hinter dem Begriff „Mädchen“ greifen wir eine Schreibweise auf, die viele Mädchen_einrichtungen und -projekte inzwischen verwenden, um deutlich zu machen, dass sich ihre Angebote nicht ausschließlich an Cis-Mädchen (also Mädchen, denen bei der Geburt ein weibliches Geschlecht zugewiesen wurde und die sich auch als weiblich identifizieren) richten. Damit wird anerkannt, dass geschlechtliche Identitäten und Selbstbezeichnungen vielfältig sein können und dass auch trans*, inter* oder nicht-binäre Besucher_innen und Teilnehmer_innen willkommen sind.