Katinka Kraft

Katinka Kraft hat mit 18 ihre erste Spoken-Word-Performance gemacht und ist inzwischen 20 Jahre lang dabei. Im Workshop sind Spoken Word und Storytelling ihr Bereich. Eine Geschichte erzählen, Bühnenpräsenz wagen, eine Performance entwickeln – und erlebte Diskriminierungen dadurch kreativ verwandeln. Ihre Begeisterung für diese Art von Empowerment steckt an.

Sich über die eigene Identität klar werden, das empfindet Katinka als lebenslangen Prozess. In der Auseinandersetzung mit sich selbst, mit Familie, Freund*innen, Zuschreibungen und Szenecodes. Das braucht Mut und Entschlossenheit und dazu sagt sie: „Das bewundere ich auch an den Kursteilnehmer*innen. Ihren Mut und ihre Ehrlichkeit mit sich selbst, beim Herausfinden, was für sie passt. Ich hoffe, dass die Workshops sie darin unterstützen. Dass sie sich untereinander vernetzen und sich auch in Zukunft durch Kreativität empowern können.“

Kai Egener

Kai Egener hat den Hut auf, wenn es in den Workshops um Trickfilme geht. Dabei ist er von Haus aus eigentlich Comiczeichner, er zeichnet, seit er denken kann, also schon über 30 Jahre lang.

Geschichten erzählen, Comics oder Trickfilme machen, das sind für ihn Möglichkeiten, um sich auszudrücken, Klarheit zu finden und sich selbst weiterzuentwickeln. So, wie er, wenn es um Geschlecht geht, sich immer wieder verändert, verschiedene Identitäten genutzt und wieder abgelegt hat.

Wenn Teilnehmer*innen im Kurs von ihren Erfahrungen erzählen, von Mobbing in der Schule oder vom Stress in der Familie, dann erkennt Kai sich darin wieder. Dagegen stellt er die Kraft der Gruppe, die Erfahrung, während des Workshops angenommen und verbündet zu sein. „Wir hatten das noch nie, dass Teilnehmer*innen gegeneinander agiert haben, immer waren alle sehr unterstützend miteinander. Selbst wenn das manchmal nicht einfach ist. Und mit ein paar Leuten im Rücken kann man gegen Vieles standhalten.“